Olivenholz ist eines der langlebigsten Materialien, die man in einer Küche haben kann — manche Stücke halten jahrzehntelang bei fast keiner Pflege. Aber "fast keine Pflege" heißt nicht "keine Pflege". Ein paar kleine Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen einem Brett, das jedes Jahr besser aussieht, und einem, das austrocknet, reisst oder sich verzieht.
Von Hand waschen und sofort abtrocknen
Olivenholz gehört niemals in die Spülmaschine. Die Kombination aus langem Einweichen, hoher Hitze und Trocknungszyklen entzieht dem Holz zu schnell Feuchtigkeit — das verursacht Risse und Verformungen, nicht normaler Gebrauch. Waschen Sie es von Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel, und trocknen Sie es sofort mit einem Handtuch ab, anstatt es im Abtropfgestell stehend lufttrocknen zu lassen. Ein Brett nass auf der flachen Seite liegen zu lassen, ist einer der häufigsten Gründe, warum sich Bretter unbeabsichtigt verziehen.
Regelmässig ölen, besonders in den ersten Monaten
Olivenholz ist dicht, aber es bleibt ein Naturmaterial, das mit der Zeit austrocknen kann, besonders in Wohnungen mit Zentralheizung im Winter. Ein lebensmittelechtes Mineralöl (oder eine Mischung aus Bienenwachs und Mineralöl) in die Oberfläche eingerieben hält das Holz geschmeidig und beugt Rissen vor.
Neue Stücke profitieren davon, im ersten Monat einmal pro Woche geölt zu werden, danach einmal im Monat. Bretter und Utensilien, die täglich benutzt werden, brauchen seltener Öl als solche, die nur gelegentlich verwendet werden, da der regelmässige Kontakt mit Lebensmitteln auf natürliche Weise etwas Feuchtigkeit im Holz hält.
Niemals einweichen lassen
Kurz abspülen ist in Ordnung. Ein Brett oder Utensil in einem vollen Spülbecken liegen zu lassen, ist es nicht — schon wenige Stunden Einweichen können ausreichen, um die Maserung anzuheben oder kleine Risse zu begünstigen. Bei hartnäckigen Flecken oder Gerüchen hilft eine Paste aus grobem Salz und einer halben Zitrone, eingerieben und schnell abgespült.
Kleine Spuren bei Bedarf abschleifen
Messerspuren und leichte Kratzer sind normal und gehören ehrlich gesagt dazu, wenn ein gut genutztes Brett mit der Zeit charaktervoll aussieht. Wer die Oberfläche auffrischen möchte, kann leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 220 oder feiner) darübergehen und danach eine frische Schicht Öl auftragen. Das ist für die meisten nicht nötig, aber eine Option, wenn ein Brett rau wird.
Worüber man sich keine Sorgen machen muss
Olivenholz ist von Natur aus dicht und wenig porös, daher nimmt es kaum Gerüche auf und verfärbt sich nicht so wie weichere Hölzer — ein Brett, das an einem Tag für Knoblauch und am nächsten für Dessert benutzt wird, überträgt bei normaler Reinigung keine Aromen. Die Farbe wird mit den Monaten und Jahren der Nutzung und Ölung auch etwas dunkler; das ist kein Schaden, sondern einfach das natürliche Altern des Holzes.
Bei dieser Pflege übersteht ein Olivenholzbrett oder ein Set Küchenutensilien Kunststoff- oder Bambus-Alternativen um ein Vielfaches — und die Maserung, da keine zwei Stücke je ganz gleich sind, wird mit dem Alter nur unverwechselbarer.